Interessantes
Hufbearbeitung, das Ausschneiden
Jedes Pferd muss von Zeit zu Zeit ausgeschnitten werden. Ob nach Ende einer Beschlagsperiode, zur Korrektur von Stellungsfehlern des Barhufs, oder weil sich Abnutzung und Nachwachsen des Horns nicht im Gleichgewicht befinden – irgendwann muss jedes Pferd »unters Messer«.
Bei jeder Bearbeitung des Hufs sind aber folgende Hauptgesichtspunkte zu berücksichtigen:
- Der Huf ist zum Fesselstand passend zu machen
- Der Huf ist auf seine natürliche Größe zu bringen, wobei das lose Horn aus Sohle und Strahl entfernt werden muss
Zum passenden Fesselstand habe ich auf der Barhuf-Seite schon die Vorgehensweise erklärt. (Bild 1 | Hufstellung Schema)
Hier soll es darum gehen, das Entfernen des Sohlenhorns und das Beschneiden des Strahls zu erklären.
Gleich vorweg sei gesagt, dass ich 2-schneidige Messer nicht leiden kann.
Das gilt natürlich auch für die schlechte Qualität der Billigmesser.
Mein Favorit ist das DoubleS Messer, (siehe auch Werkzeug) welches durch seine ergonomische Form besticht.
Die Hufmesser der Firmen Hauptner und Dick sind aber auch sehr gut.
Ausschneiden der Sohle
Als erstes schneidet man mit dem Hufrinnmesser entlang der »weissen Linie«. Durch diesen sogenannten »Probeschnitt« kann man feststellen wieweit das Wandhorn übersteht, und wo Möglichkeiten sind zu Korrigieren.
Zum Entfernen des Sohlenhorns halte ich das Messer wie auf der Abbildung.
Der Daumen der linken Hand stützt das Messer gegen den Griff ab.
So kann mann durch »*Abhebeln*« das lose Sohlenhorn entfernen.
(Linkshänder halten Ihren Monitor bitte vor einen Spiegel ;-))
Sie können sich dabei übrigens ruhig etwas trauen. Zieht man eine gerade Linie von der Weißen Linie zur Strahlfurche ist die Sohle immer noch dick genug zum laufen.
Idealerweise weist die Sohle die Form einer umgedrehten Schüssel auf. Das Sohlenhorn ist soweit wegzunehmen, dass nur noch der Tragerand und der Strahl Bodenkontakt haben.
Auch hierbei führe ich das Messer mit dem linken Daumen (deswegen mag ich keine zweischneidigen Messer).
Der angenehme Nebeneffekt der Hebeltechnik: befinden sich die eigenen Finger auf der Rückenseite des Messers sind Verletzungen durch Schnitte fast ausgeschlossen.
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