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Strahlfäule
eine vermeidbare Krankheit…
Die Strahlfäule hat bakteriellen Ursprung. Sie wird durch spindelförmige Bakterien namens Fusobakterii necrophori verursacht und stellt eine häufig auftretende Huferkrankung dar.
Die Bakterien sind eigentlich nützlich bei der Verdauung.
Am Huf treten sie erst in Erscheinung, nachdem sie ausgeschieden werden und das Pferd in den Kot tritt.
Dort greifen sie das weiche Strahlhorn an.
Die Bakterien sorgen für eine Zersetzung des Strahlhorns durch Bildung von Aushöhlungen und Fäulnisspalten. Die betroffenen Stellen zeigen sich als dunkelgraue, schmierige Masse, die einen schweren, fauligen Geruch verströmt.
Sollte der Fäulnisprozess schneller fortschreiten, als das Strahlhorn nachwächst, kann es zur völligen Zersetzung des Strahlhorns kommen.
Vorsicht, die richtige Strahlfäule wird oft mit einem nur etwas fransigen, sich erneuernden Strahl verwechselt. Wenn der Strahl nicht wirklich nach faulen Eiern riecht, und eine schwarze, schmierige Substanz absondert, muß er normalerweise nur glattgeschnitten und nicht behandelt werden.
Damit es zu einer Strahlfäule kommen kann, müssen die auslösenden Bakterien für sie optimale Umgebungsbedingungen vorfinden.
Sie benötigen ein feuchtwarmes Milieu und können sich nur unter Ausschluß von Sauerstoff vermehren.
Vernachlässigte oder gar keine Hufpflege gilt neben verschmutzten Ställen und durchgeweichten Paddocks als Hauptursache für eine Strahlfäule. Mangelnde Bewegung schränkt die Bildung neuer Hornzellen ein, da die Durchblutung der Huflederhaut vermindert ist. Durch diesen Umstand kann der Strahl verkümmern und bietet den Bakterien ein leichtes Ziel.
Der Ausgangspunkt einer Strahlfäule liegt meistens in der mittleren Strahlfurche. Von dort greifen die Erreger auf die seitlichen Strahlfurchen über. Im fortgeschrittenen Stadium kann es durch Strahlfäule zu Lahmheit durch Huflederhautentzündung kommen. Anfangs kann sie nur durch die oben beschriebenen äußeren Symptome erkannt werden.
Um eine Strahlfäule zu behandeln, läßt man als erstes das betroffene Strahlhorn vom Hufschmied oder Tierarzt entfernen. Sodann sind die bakteriellen Erreger mit gängigen Desinfektionsmitteln wie beispielsweise Jod-Tinkturen, Socatyl-Paste, Jodoform-Äther, Chloromycetin-Spray oder Wasserstoffperoxid-Lösung zu behandeln.
Einer Strahlfäule kann man vorbeugen, indem man täglich die Hufe auskratzt und am besten nur mit Wasser reinigt, die Box sauber und trocken hält, und regelmäßig den Paddock bzw. Auslauf absammelt.
Trachtenzwang, oder Zwanghufe überhaupt begünstigen das Entstehen der Strahlfäule. Die Hufe sollten also regelmäßig ausgeschnitten werden.









Kommentare zum Artikel
lea schrieb am 27.12.2011 01:35:27:
Von meinem Pony der Huf ( der Strahl) ist rissig, stinkt und ist feucht! Unser stall wird aber 2x am Tag sauber gemacht,...könnte das auch vielleicht am Matsch auf den Weiden liegen???? L.G
^GABI SCHMIEDL schrieb am 06.01.2012 21:05:43:
hALLO LEA;ICH GLAUBE NICHT;DASS DER MATSCH DAS EIGENTLICHE PROBLEM IST:UNSERE PFERDE STEHEN NACH REGENTAGEN AUCH VOLL IM MATSCH:DAS IST NUR WASSER;DER HUIF WEICHT HÖCHSTENS NUR AUF:DER GRUND SIND DIE FEKALIENBAKTERIEN;DIE SICH IN DEN STRAHLTASCHEN EINNISTEN UND DAZU FÜHREN;DAS DAS STRAHLHORN ZERKLÜFTET UND SCHMIERT (AUCH RICHT):MEIN TIPP:IMMER MIT DEM AUSSCHNEIDEN HINTERHER SEIN:ALLES LOSE UND FAULIGE GLEICH WEGSCHNEIDEN;LUFT DRAN LASSEN;DANN MÜSSTE ES BESSER WERDEN:VIEL GLÜCK!
shadow schrieb am 19.01.2012 11:46:23:
Bitte keinen Jodoformäther oder andere chemischen Stoffe. Sauber ausschneiden (nicht blutig) und täglich mit Wasser und Bürste behandeln. Nach ca. 2 Monaten ist der Strahl gut wieder nachgewachsen.